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Wirken Ein-Euro-Jobs langfristig?

Ein-Euro-Job Studie

Ein-Euro-Jobs können die Eingliederungschancen der Maßnahmeteilnehmer langfristig steigern. Dies hat eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergeben. Vergleichsweise hohe positive Wirkungen treten der IAB-Studie zufolge in Einsatzfeldern auf, deren Beschäftigung sich sehr gut entwickelt. Eine nachhaltige Integration hängt dabei maßgeblich vom jeweiligen Einsatzfeld ab. Für Frauen wirken sich vor allem Ein-Euro-Jobs in den Bereichen Gesundheit, Pflege, Kinderbetreuung und Jugendhilfe positiv aus. Ein möglicher Grund dafür könnte sein, dass sich die Beschäftigung in diesen Bereichen insgesamt sehr gut entwickelt.

Frauen schneiden besser ab als Männer

Die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen aus Westdeutschland nach einem Ein-Euro-Job beschäftigt werden, stieg um 12,7 Prozent. Bei Frauen aus Ostdeutschland stieg sie um 4,6 Prozent, bei westdeutschen Männern um 3,3 Prozent. Das ergab der Vergleich mit einer Kontrollgruppe von Hartz IV Leistungsbeziehern, die keinen Ein-Euro-Job ausüben. 

Männer in Ostdeutschland hingegen erfahren negative Auswirkungen. Die sei auf die negativen Beschäftigungswirkungen von Ein-Euro-Jobs für Männer in Ostdeutschland in den Bereichen Umweltschutz und Landschaftspflege sowie Infrastrukturverbesserung zurück zu führen. Bei den Teilnehmerinnen in West- und Ostdeutschland und den männlichen Teilnehmern in Westdeutschland zeigen sich dagegen 72 Monate nach Maßnahmebeginn deutlich positive Effekte, wenn man die Beschäftigungsentwicklung mit einer Kontrollgruppe von Nichtteilnehmern vergleicht. 

Ein-Euro-Jobs sollen die Beschäftigungsfähigkeit und die gesellschaftliche Teilhabe von Arbeitslosengeld-II-Beziehern mit besonders geringen Eingliederungschancen erhöhen. Die Teilnehmer üben dabei befristet für mehrere Monate Tätigkeiten aus, die im öffentlichen Interesse liegen. Die Tätigkeiten sollen „zusätzlich“ sein, also keine regulären Arbeitsplätze verdrängen. Für die geleistete Arbeit erhalten die Teilnehmer ein bis zwei Euro pro Arbeitsstunde zusätzlich zum Arbeitslosengeld II.

Für die Studie betrachteten die Forscher sechs Jahre lang Hartz IV Bezieher, die im zweiten Quartal 2007 einen Ein-Euro-Job begonnen hatten.

Hinweise:

  • QuellePresseinformation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vom 4.4.2018
  • Die vollständige Studie ist hier als PDF-Datei verfügbar
     
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