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Soziales

„Freie“ Ehepartnerwahl für Deutsche -Inlandsdiskriminierung

Hochzeit

Freie Partnerwahl nicht für jeden bezahlbar

Die freie Partnerwahl, die den Deutschen gesetzlich zusteht, ist für viele nicht mehr bezahlbar. Deutsche, die sich für einen ausländischen Nicht-EU-Partner entschieden haben, scheitern am Deutschtest A1. Außerdem gibt es eine Inlandsdiskriminierung, nach der Deutsche, die heiraten wollen, schlechter gestellt sind als andere.

Wer sich im Urlaub oder anderswo in einen Nicht-EU-Bürger verliebt und heiraten möchte, kann dies nur noch mit erheblichen finanziellen Aufwand erreichen. Damit ist die freie Partnerwahl für Deutsche nur noch für gut gestellte finanzierbar. Auch hier gibt es eine Zweiklassengesellschaft. Es klingt zwar nicht schwer, das Deutschniveau A1 zu erreichen, aber es gibt viele und erhebliche Probleme und Kosten.

Schulbildung häufig mangelhaft

Zunächst ist die Schulbildung bei Drittländern häufig mangelhaft, vor allem bei älteren. Obwohl sie durchaus intelligent sein können, gehört ein nicht unwesentlicher Teil zu den mehr oder weniger Analphabeten. Viele hatten wenig oder keine Schule und lernen ausschließlich über das Hören.
Das bedeutet, bevor sie den Deutschkurs machen können, müßten sie zunächst schreiben lernen. Die meisten haben aber auch andere Alphabete oder Schriftsymbole in ihren Ländern, was das Lernen der deutschen Sprache zusätzlich erschwert.

Zum Vergleich : in Deutschland gibt es rund 2,3 Millionen Analphabeten und insgesamt 7,5 Millionen sogenannte „funktionale Analphabeten“ die die Sprache nicht schriftlich einsetzen können. Mit anderen Worten : 7,5 Millionen Deutsche hätten ein Problem den Deutschkurs A1 zu schaffen !

Deutschkurse häufig weit entfernt

Die Heirat kann im Heimatland des Partners oder auch in Deutschland erfolgen, aber eine Aufenthaltsgenehmigung wird nur erteilt nach erfolgreichem Abschluß des Deutschkurses. Dieser muß seit einigen Jahren im Heimatland des Partners absolviert werden bei einem Goethe-Institut. Hier fangen dann die Probleme an, denn häufig gibt es nur ein Goethe-Institut in einem Land und das ist häufig weit weg. Also braucht der zukünftige Ehepartner eine neue Wohnung vor Ort (oder teure Fahrtkosten), muß den Deutschkurs und die Prüfungen bezahlen sowie seinen Lebensunterhalt bestreiten.

Deutsche finanziell überfordert

Da das natürlich für den Partner eine Mammutaufgabe ist, muß der deutsche Ehepartner finanziell helfen. Ein Deutschkurs liegt bei rund 300 €, Prüfungen kosten extra z.B. 80 € pro Prüfung). Häufig sind mehrere Kurse notwendig, selten wird beim erstenmal bestanden. Rechnet man alles zusammen, benötigt der Partner 1000-1500 € pro Monat. Eine Arbeit ist neben den Deutschkursen fast unmöglich für den ausländischen Partner. Viele benötigen 6 Monate bis zur erfolgreichen Prüfung. Kosten für den Deutschen : 5.000-15.000 €.

Hat der Partner den Deutschkurs bestanden, sind weitere Ausgaben zu bestreiten, hierzu gehören die Heiratspapiere, teure Übersetzungen, Legalisierungen, Tickets, des weiteren in Deutschland eine private Krankenversicherung, Bürgschaft beim Ausländeramt, evl eine größere Wohnung (Mindestgröße bei Zuzug).

Nicht-Deutsche haben mehr Rechte

Hingegen können EU-Bürger ohne weiteres hier einreisen und arbeiten nach EU-Recht und müssen keinen Sprachkurs absolvieren. Selbst Ausländer, die aus Nicht-EU-Ländern stammen mit europäischer Aufenthaltserlaubnis, können sich hier niederlassen und arbeiten ohne Deutsch sprechen zu müssen. Damit ist der Deutsche klar schlechter gestellt als seine EU-Nachbarn („Inlandsdiskriminierung“).

Verbesserungen sind nötig

Daher wäre es nur fair, wenn Deutsche ihre ausländischen Partner aus Drittländern heiraten könnten und dieser auch anschließend eine deutsche Aufenthaltserlaubnis erhält. Danach könnten Integrationskurse in Deutschland absolviert werden. Man könnte eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung vom Besuch von Integrationskursen abhängig machen. Auch Menschen, die zu den „funktionalen“ Analphabeten gehören brauchen Perspektiven. Auch sie sollten eine Aufenthaltsgehmigung erhalten, sofern diese sich mündlich in deutsch verständigen können. Hier ist bisher nichts gesetzlich vorgesehen.

Durch die Einführung der Deutschkurse für Drittstaatler in ihren Heimatländern wurde es für viele finanziell unmöglich gemacht mit ihrem Partner zusammen zu leben in Deutschland. Es darf jedoch nicht in diesem Ausmaß vom Geld abhängig sein, daß man mit dem Partner seiner Wahl in Deutschland leben kann. Hierdurch werden ganze Existenzen zerstört.

Manche heiraten dann aus Verzweiflung in einem anderen EU-Staat um die Deutschkurse zu umgehen. Beziehungen werden dann zwischen zwei Ländern gelebt mit teurer, doppelter Haushaltsführung und gegenseitigen Besuchen. Der ausländische Partner darf seinen Ehegatten in Deutschland 2 x 3 Monate pro Jahr besuchen. Auch das kostet Geld.

Fazit

Während Millionen von Ausländern hier arbeiten und leben dürfen mit Familien, wird es den Deutschen schwer gemacht mit ihren Ehepartnern in Deutschland zu leben. Statt hier zusammen zu leben, zu arbeiten und eine normale Ehe führen zu können, werden Ehen zerrissen und finanziell ruiniert. Die Schlechterstellung der Deutschen muß abgeschafft werden.

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