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IW-Studie: Beschäftigungsaufbau ohne Einwanderung nicht möglich

Grenze

Die Bedeutung von Arbeitskräften aus Drittstaaten und EU-Mitgliedsländern für den Beschäftigungsaufbau in Deutschland hebt das Institut der Deutschen Wirtschaft in seinem aktuellsten Kurzbericht hervor.

Zuwanderung: Fachkräfte aus Drittstaaten

In den letzten Jahren hat in Deutschland ein Beschäftigungsaufbau stattgefunden, der ohne Einwanderung in dieser Form kaum zu realisieren gewesen wäre. Um Wachstum und Wohlstand zu sichern, ist die deutsche Wirtschaft jedoch zunehmend auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Davon geht das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) in seinem kürzlich veröffentlichten Kurzbericht aus.

Zwischen Juni 2012 und Juni 2017 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten insgesamt um 2,88 Millionen auf 32,16 Millionen gestiegen. Das ist der bisher höchste Wert in der Bundesrepublik. Dabei hat die Beschäftigung von Inländerinnen und Inländern um 1,61 Millionen und die von Ausländerinnen und Ausländern um 1,28 Millionen zugenommen.

Jedoch sei gleichzeitig absehbar, dass die Erwerbsbeteiligung von Einheimischen im nächsten Jahrzehnt stark zurückgehen werde. Die geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge von 1955 bis 1969 werden demnächst altersbedingt aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden. Es gäbe zu wenig junge Menschen, um die entstehenden Lücken zu füllen, so die Prognose des Instituts.

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Die Beschäftigungssituation von Drittstaatenangehörigen unterscheidet sich je nach Herkunftsland. Albanerinnen und Albaner beispielsweise wiesen mit 67,8 Prozent den höchsten Anteil an sozialversicherungspflichten Beschäftigten aus, gefolgt von Bosnierinnen und Bosniern mit 58,2 Prozent und Serbinnen und Serben mit 52,7 Prozent. Für alle Drittstaatenangehörigen liege der Wert bei 37,7 Prozent und für EU-Einwandererinnen und Einwanderer bei 58,8 Prozent.

Auch die Anforderungsniveaus der Stellen zeigen laut Erhebung deutliche Unterschiede je nach Herkunftsland: Einwandererinnen und Einwanderer aus China, Indien und den Vereinigten Staaten sind am häufigsten als Spezialistinnen und Spezialisten tätig. Es folgen Russland und die Ukraine. Die wenigsten Experteninnen und Experten kommen aus den Balkan- und Flüchtlingsherkunftsländern und aus der Türkei. Dabei weist Syrien unter diesen Ländern mit 17,4 Prozent den mit Abstand höchsten Anteil auf.

Die Studie zeigt zudem auf, wie wichtig und notwendig die Förderung der Einwanderung gut ausgebildeter Fachkräfte sowie die Ausbildung von ausländischen Fachkräften in Deutschland ist.

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Hinweis:

  • Quelle: Pressemeldung des netzwerk-iq.de vom 12.04.2018
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