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Soziales

Regelsatz Erhöhung zum 01.01.2019

Die Bundesregierung hat soeben die Erhöhung der Hartz IV Regelsätze beschlossen. Die Erhöhung liegt je nach Regelbedarfsstufe zwischen 5 und 8 €. Der Bundesrat muss der Erhöhung noch zustimmen. 

Wer auf Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II angewiesen ist, bekommt mehr Geld. Zum 1. Januar 2019 steigt für Alleinlebende der Regelsatz auf 424 Euro – acht Euro mehr als bisher. Die Regelsätze für Kinder und Jugendliche steigen ebenfalls.

Die Regelbedarfssätze für die Sozialhilfe, Grundsicherung für Arbeitssuchende (Arbeitslosengeld II), Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung steigen um 2,02 Prozent. 

Wer in eine Notlage gerät und nicht selbst für seinen Unterhalt sorgen kann, hat Anspruch auf staatliche Leistungen. Durch die Erhöhung gewährleisten die Regelsätze auch im kommenden Jahr ein menschenwürdiges Existenzminimum.

Diese Regelsätze gelten ab Januar 2019

Veränderung gegenüber 2018 in Klammern

Alleinstehende / Alleinerziehende 424 Euro (+ 8 Euro) Regelbedarfsstufe 1
Paare je Partner / Bedarfsgemeinschaften 382 Euro (+ 7 Euro) Regelbedarfsstufe 2
Erwachsene Behinderte in stationären Einrichtungen (bis Ende 2019) 339 Euro (+ 7 Euro) Regelbedarfsstufe 3
nicht-erwerbstätige Erwachsene unter 25 Jahre im Haushalt der Eltern 339 Euro (+ 7 Euro) Regelbedarfsstufe 3
Jugendliche von 14 bis 17 Jahren 322 Euro (+ 6 Euro) Regelbedarfsstufe 4
Kinder von 6 bis 13 Jahren 302 Euro (+ 6 Euro) Regelbedarfsstufe 5
Kinder von 0 bis 5 Jahren 245 Euro (+ 5 Euro) Regelbedarfsstufe 6

 

Zusätzlich werden die tatsächlichen Kosten für Unterkunft und Heizung übernommen, soweit sie angemessen sind. Die Leistungen orientieren sich am Niveau der Mieten auf dem örtlichen Wohnungsmarkt.

Wie errechnen sich die Regelsätze?

Die Regelsätze werden jährlich überprüft und angepasst. Das Statistische Bundesamt errechnet die sogenannte Fortschreibung der Regelbedarfe anhand eines Mischindex. Dieser setzt sich zu 70 % aus der Preisentwicklung und zu 30 % aus der Nettolohnentwicklung zusammen. 

Die Preisentwicklung wird ausschließlich aus regelbedarfsrelevanten Waren und Dienstleistungen ermittelt – Waren und Dienstleistungen die ein menschenwürdiges Existenzminimum sichern. Dazu gehören neben Nahrungsmitteln und Kleidung auch Fahrräder und Hygieneartikel. Kosten für Zeitungen und Friseurbesuche fließen ebenso in die Berechnung ein.

Die Regelbedarfsstufen:

  • Regelbedarfsstufe 1: 

    Erwachsene, die in einer Wohnung leben, sofern sie nicht als Paar zusammenleben

  • Regelbedarfsstufe 2: 

    Erwachsene, die in einer Wohnung als Paar zusammenleben

  • Regelbedarfsstufe 3: 

    Erwachsene in einer stationären Einrichtung

  • Regelbedarfsstufe 4: 

    Jugendliche von 14 bis 17 Jahren

  • Regelbedarfsstufe 5: 

    Kinder von 6 bis 13 Jahren

  • Regelbedarfsstufe 6: 

    Kinder bis 5 Jahre

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